Fahrradparkhaus kommt
Moderne Anlage am S-Bahnhof Hoppegarten vor Baubeginn
Der Baubeginn für das neue, modulare Fahrradparkhaus am S-Bahnhof Hoppegarten (Mark) steht kurz bevor. Die moderne Anlage, die als Pilotprojekt für das Land Brandenburg unter der Dachmarke „VBB radpark“ läuft, wird insgesamt 264 Stellplätze bieten und soll den Pendlerverkehr nachhaltig stärken. Wie die Gemeindeverwaltung in einem aktuellen Gespräch informierte, sind sowohl die Tiefbau- als auch die Hochbauleistungen bereits fest beauftragt.
Die Arbeiten für den Tiefbau werden in den nächsten Wochen anlaufen. Da die Errichtung unter laufendem Betrieb des S-Bahnhofs stattfindet und dabei der Personen- sowie Busverkehr berücksichtigt werden muss, sei die Logistik der Baustelleneinrichtung durchaus kompliziert, erklärte die Verwaltung. Ab dem 12. Oktober dieses Jahres soll schließlich der reine Hochbau beginnen. Für die Dauer der Bauzeit stellt die Gemeinde eine pragmatische Lösung für Radfahrer bereit, denn die bisherigen mobilen Radabstellanlagen seien bereits eingelagert und würden im südlichen Bahnhofsumfeld als temporärer Ersatz wieder aufgestellt, sodass die Bürger diese während der Maßnahmen nutzen könnten.
Nach Fertigstellung des Tiefbaus ist für den standardisierten Modulbau eine reine Hochbauzeit von rund sechs Monaten vorgesehen. Das geplante Gebäude zeichnet sich durch einen hohen Holzbauanteil aus und verfügt über ein begrüntes Dach, welches mit einer Photovoltaikanlage bestückt wird. Der dort erzeugte Strom wird komplett in das öffentliche Netz eingespeist.
Von den 264 Stellplätzen werden 180 Plätze offen und frei zugänglich sein, während 84 Plätze in einem videoüberwachten, gesicherten Bereich mit Doppelstockparkern untergebracht sind. Zudem wird es dort Schließfächer mit PIN-Sicherung geben. Explizite Ladestationen für E-Bikes sind aufgrund von versicherungstechnischen Hürden und wegen des Fokus auf den reinen Pendlerverkehr hingegen nicht eingeplant. Der Zugang zum gesicherten Bereich erfolgt digital per App, QR-Code oder direkt mit dem VBB-Fahrticket. Eine finale Nutzungskonzeption oder feste Entscheidung über die Tarife gibt es laut Aussage der Verwaltung für Hoppegarten noch nicht; man wolle sich hierzu in den kommenden Wochen mit den Nachbarkommunen abstimmen. Allerdings hätten bereits zahlreiche lokale Unternehmen Bedarf für ihre Belegschaften angemeldet.
Das Gesamtprojekt schlägt nach einer kleinen Kostensteigerung mit knapp 1,3 Millionen Euro im Haushalt zu Buche. Da die Gemeinde jedoch von einer 90-prozentigen Förderung aus Bundesmitteln profitiert, muss das Vorhaben zwingend bis zum Jahresende fertiggestellt sein, da sonst die Fördergelder entfallen würden.
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