Ein Treffen mit Folgen

Die Wanderer aus Hoppegarten bei einer Besichtigung. Foto: privat

Bürgermeister macht Hoppegartener zu Lausitz-Botschaftern

Die Wanderer vor dem Rathaus Hoyerswerda. Foto: privat

Eigentlich wollten wir nur wandern. Vier Tage Auszeit in der Lausitz, die Natur genießen, den Kopf freibekommen. Dass wir, eine wanderbegeisterte Truppe aus dem Raum Hoppegarten-Neuenhagen, am Ende als leidenschaftliche Werbebotschafter für eine ganze Region nach Hause fahren würden, hätte am Anfang niemand gedacht.

Es war der Dienstag, der alles veränderte. Unsere Route führte uns von Hoyerswerda über Bröthen direkt zur historischen Krabat-Mühle nach Schwarzkollm. Dort angekommen, herrschte geschäftiges Treiben: Eine hochrangige Delegation aus der Schweiz war zu Gast. Mittendrin: Hoyerswerdas Bürgermeister Mirko Pink. Statt in politischer Protokoll-Strenge zu verharren, bewies der Rathauschef echten Entdeckergeist. Er sah unsere Rucksäcke, unsere Wanderstiefel und sprach uns einfach unverblümt an. Woher wir kommen? Was uns hierher treibt?

Unter Wanderern ist das Eis bekanntlich schnell gebrochen. Nach wenigen Sätzen waren wir beim unkomplizierten „Du“. Was als netter Plausch begann, entwickelte sich zu einer exklusiven Führung: Spontan lud uns Mirko Pink ein, an der offiziellen Besichtigung der Krabat-Mühle teilzunehmen. Aus erster Hand erfuhren wir alles über die sorbische Geschichte, die Sagenwelt und den Strukturwandel in der Region. Als krönenden Abschluss ernannte uns der Bürgermeister kurzerhand zu offiziellen Lausitz-Botschaftern. Ein Treffen, das uns sicher noch lange in Erinnerung bleiben wird.

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