Projekt findet krönenden Abschluss

Feierliche Ausstellungseröffnung: „VorOrt Hoppegarten – Eine historische Spurensuche“

Mit dem Projekt „VorOrt Hoppegarten – Eine historische Spurensuche“ ist in der Gemeinde ein vielschichtiges Erinnerungsangebot entstanden, das Geschichte dorthin bringt, wo sie sich abgespielt hat. Herzstück ist eine mobile Innenausstellung, die nach mehrjähriger konzeptioneller und inhaltlicher Arbeit mit Unterstützung der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur im Dezember 2025 der Öffentlichkeit präsentiert wurde.

Die Ausstellung besteht aus 16 Roll-up-Tafeln, die die Ortsteile Hönow, Dahlwitz-Hoppegarten und Münchehofe in den Blick nehmen. Neben bekannten Schauplätzen werden auch alltagsgeschichtliche Orte thematisiert, etwa zur Bodenreform, zur Konsumgeschichte oder zum Winterquartier des Staatszirkus. Die Kuratorin Dr. Elke Kimmel setzte dabei bewusst auf eine Verbindung aus historischen Fotografien, Dokumenten und leicht verständlichen Texten. Ergänzend führen QR-Codes zu weiterführenden Materialien wie Zeitzeugeninterviews, Videos und Archivdokumenten auf der Website der Gemeinde.

Aus dem Gestaltungskonzept der Innenausstellung wurden zudem neun Infostelen für den Außenbereich entwickelt, die künftig in Hönow und Dahlwitz-Hoppegarten aufgestellt werden sollen. Sie informieren direkt am historischen Ort über dessen Bedeutung und verweisen zugleich auf weitere Stationen im Gemeindegebiet. Eine Übersichtskarte auf jeder Stele erleichtert die Orientierung.

Ergänzt wird das Projekt durch den Faltplan „VorOrt Hoppegarten“, der zehn ausgewählte Orte detailliert vorstellt und Wege zwischen ihnen aufzeigt. Der Plan ist ebenso wie eine umfangreiche, 84 Seiten starke Dokumentation online als PDF abrufbar. Die gedruckte Dokumentation liegt in einer Auflage von 100 Exemplaren vor und wird über das Büro des Bürgermeisters weitergegeben. Beide Formate sind auch für die schulische Arbeit gedacht.

Die verschiedenen Projektbestandteile wurden am 3. Dezember 2025 im Gemeindesaal Hoppegarten erstmals gemeinsam vorgestellt. Zahlreiche Bürgerinnen und Bürger, darunter viele Jugendliche, nutzten die Gelegenheit zum Austausch. Im Januar 2026 war die Ausstellung zunächst im Einstein-Gymnasium Neuenhagen zu sehen, wo sie auf Initiative der Hoppegartener Schülerin Amélie Zierrath vorgestellt wurde. Bis zum 17. Januar konnte sie dort besucht werden. Seit dem 20. Januar wird die Ausstellung bis Ende Februar im Foyer des Rathauses Hoppegarten gezeigt.

Kommentar verfassen

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.