Einsatz für Bildung in Mombasa

Finanzierung von einhundert Schuluniformen für Kinder in Kenia

Ein bedeutsames Zeichen für internationale Unterstützung setzte die Gruppe „mach art“ des Hönower Bürgervereins im Rahmen einer Benefizveranstaltung in der örtlichen Kirche. Während des Formats „Schaufenster vor Weihnachten“, das sich der regionalen Geschichte widmete, wurde ein humanitärer Erfolg für bedürftige Kinder in Kenia erzielt. Die Initiative zeigt, wie lokales Engagement globale Auswirkungen hat und Gemeinschaften auf verschiedenen Kontinenten verbindet.
Dr. Gabriele und Raymund Stolze übergaben eine Spende in Höhe von 1400 Euro an Carol Anami, die Leiterin eines Hilfsprojekts in Mombasa. Dieses Geld ist für die Beschaffung von einhundert Schuluniformen vorgesehen. In Kenia ist der Besitz einer solchen Uniform eine unumgängliche Voraussetzung, um am staatlichen Schulunterricht teilnehmen zu dürfen.


14 Euro sind oft eine unüberwindbare Hürde

Für viele Bewohner des Kongowela-Slums stellen die Kosten von etwa 14 Euro pro Garnitur eine oft unüberwindbare finanzielle Hürde dar, die den Bildungsweg der Kinder ohne externe Hilfe beziehungsweise der Schulbildung beenden würde. Die Spende sichert somit direkt die schulische Teilhabe.

Raymund Stolze von der Gruppe mach art übergibt bei der Benefizveranstaltung in der Hönower Kirche die Spende an Carol Anami.

Um diesen Betrag zu erwirtschaften, nutzte die Gruppe „mach art“ kreative Wege. Anstatt auf einfache Spendenaufrufe zu setzen, dienten kulturgeschichtliche Projekte der Region als Finanzierungsquelle. So trugen die Erlöse aus dem Verkauf einer Broschüre über die historische Hönower Glücksburg sowie eines Kalenders mit geschichtlichen Gebäudeansichten zum Erfolg bei. Unterstützt wurde die Aktion zudem durch eine beachtliche Zuwendung des Hönower Gartenvereins.

Die Verbindung von lokaler Identität und sozialer Verantwortung bildete hierbei das Fundament für den Erfolg der gesamten Kampagne. Hinter der Aktion steht eine Kooperation mit Burkhard Paulat, der einen Verein zur Förderung kenianischer Jugendlicher gründete. Seine Ehefrau, Carol Anami, betreut vor Ort das „N’garisha Youth Center“. Ziel der Einrichtung ist es, jungen Menschen durch Bildung eine Perspektive außerhalb der prekären Verhältnisse in den Slums zu eröffnen. Die Bereitstellung der Uniformen gilt hierbei als erster, unverzichtbarer Schritt für eine Integration in das Schulsystem.

Zum Abschluss bedankte sich Anami, eine bekannte Gospelsängerin, mit einem traditionellen Lied in ihrer Muttersprache.
Trotz dieses Erfolgs blicke die Gruppe mach art bereits nach vorn: Das nächste Hilfsprojekt solle der Hönower Partnergemeinde Tschistye Prudy im Gebiet Kaliningrad zugutekommen.

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