Buckelpiste in Waldesruh
Für die Köpenicker Allee wird eine langfristige Lösung angestrebt
Die Köpenicker Allee in Waldesruh ist eine zentrale Lebensader für Pendler nach Berlin. Doch nach dem Winter bietet die 1,8 Kilometer lange Strecke ein besorgniserregendes Bild: Tiefe Schlaglöcher prägen die Fahrbahn. Dieser Zustand zwingt die Gemeinde nun zu schnellem Handeln.
Sofortmaßnahmen zur Sicherung
In der Sitzung am 23. Februar informierte Bürgermeister Sven Siebert die Gemeindevertreter über die aktuelle Lage. Um die Verkehrssicherheit zu gewährleisten, wurde beim Straßenverkehrsamt bereits Tempo 30 sowie eine Lastbeschränkung für Lkw beantragt. Der Bauhof ist zudem im Einsatz, um die schlimmsten Schäden mit Kalt-asphalt zu flicken. Fachbereichsleiter Peter Große betonte jedoch, dass dies nur eine Notlösung sei. Da die Fahrbahn großflächig unterwandert ist, brechen neue Löcher schnell wieder auf. Die Kosten für diese Reparaturen sind drastisch gestiegen: War man im Januar noch von 70.000 Euro ausgegangen, liegt die Schätzung nun bei bis zu 125.000 Euro – allein für provisorische Ausbesserungen.
Ursachen und Perspektiven
Die Probleme liegen tief im Untergrund. Die Allee wurde einst auf altem Pflaster asphaltiert und durch Kanalbauarbeiten instabil. Ortsvorsteher Stefan Radach bemerkte, eine echte Lösung für das Jahrzehnte alte Problem mit den Schlaglöchern bietet nur die grundhafte Sanierung. Planungen von 2024 taxierten die Kosten hierfür auf 4,5 bis 6,1 Millionen Euro. Eine bloße neue Deckschicht ist laut Verwaltung nicht wirtschaftlich, da der alte Asphalt als Sondermüll entsorgt werden muss und der Unterbau marode bleibt.
Fokus auf den Nahverkehr
Besonders wichtig bleibt der Erhalt der Buslinien. Ein Wegfall dieser Verbindungen wäre für Waldesruh ein schwerer Einschnitt. Aktuell ist der Busbetrieb nicht akut gefährdet, doch die Verwaltung drängt zur Eile. Trotz der schwierigen Haushaltslage wird nun die Ausschreibung für eine umfassende Sanierung vorbereitet.
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