Reichlich Kunst und Kultur

Raymund Stolze

Pro Hoppegarten befragte Raymund Stolze von der Gruppe machart zum kulturellen und künstlerischen Treiben in der Gemeinde im Rück- wie auch im Ausblick.

Was waren für Sie die kulturellen Höhepunkte des Jahres 2018 in Hoppegarten?

In der Rathaus Galerie ganz sicherlich die NACHLESE 6 zum Brandenburgischen Kunstpreis 2018 und Ausstellung der satirischen Bilder von Gerhard Glück aus Kassel. Zu ihr kamen sogar Besucher aus Potsdam.

Was unsere drei Reihen angeht, so würden wir die Premiere von „Einfach hören!“ besonders hervorheben wollen. Mit den Klavierkonzerten von MeisterschülerInnen der Hochschule für Musik „Hanns Eisler“ Berlin – im Vorjahr gab es zwei – haben wir außerdem ein echtes Alleinstellungsmerkmal.

Bei „Einfach lesen!“ würden wir die Begegnungen mit Sigmund Jähn und seinem Double Eberhard Köllner hervorheben, sowie der ebenso beeindruckende Auftritt von Hans-Christian Ströbele. Bei „Einfach sehen!“ war es natürlich den Abend mit den frühen Filmen der Langzeitdokumentation „Die Kinder von Golzow“von Barbara und Winfried Junge, zumal die beiden mit Dieter Finger einen der Protagonisten mitgebracht hatten.

Was hat Sie überrascht, negativ oder auch positiv?

In jedem Fall die wachsende Resonanz an Besuchern, die uns auffordern, unbedingt weiter zu machen. Das gilt gleichermaßen für Rathaus Galerie [www.rathaus-galerie-hoppegarten.de ]. „Sie ist ein schöner Rahmen für de Präsentation von Kunstwerken, und die NACHLESE-Ausstellungen sind längst ein fester Bestandteil der regionalen Kunstszene geworden“, so die Malerin und Bildhauerin Gerlind Hentze, die bei der sechsten Auflage vertreten ist, die noch bis 21. Februar läuft.

Welche Veranstaltungen finden 2019 statt oder sind bereits in Planung?

Es wird erneut fünf Ausstellungen geben, darunter auch eine thematische „Märkische Wanderungen“ zum Fontane Jubiläum. Los geht es am 26. mit „EINBLICKE in die Dahmshöher ART“, wo wir erstmals Kunstwerke von Menschen mit Behinderung präsentieren. Freunde von Karikaturen können sich auf „Alternativlos!“ von Mario Lars freuen – er gewann unseren bundesweiten Karikaturwettbewerb aus Anlass des Brandenburg Tages 2016.

Die diesjährige Konzertreihe eröffnen am 1. März Marie Jäschke und Anastasia Chzhan. Die drei weitere Termine sind der 14. Juni, der 6. September und der 8. November. Platzreservierungen sind ab sofort unter raymund.stolze@t-online.de möglich. Wie immer ist der Eintritt frei, was auch für die Lesungen und Filmvorführungen gilt. Hier stehen übrigens bereits zwei Abende fest. Am 29. März laden wir zur Kino-Dokumentation „Familie Brasch“ ein, die deutsche Geschichte als Familiengeschichte zeigt. Und am 10. Mai ist der Spielfilm „GUNDERMANN“ fest eingeplant. Dass sich dabei die Filmemacher dem anschließenden Publikumsgespräch stellen, versteht sich.

Was unsere Lesungen angeht, so sind wir noch in der Vorbereitungsphase, denn Verträge können mit den Autoren erst abgeschlossen werden, wenn der Haushalt für 2019 verabschiedet ist. Aber natürlich laufen die Kontakte zu den Verlagen. So wollen wir unbedingt Ilka Bessin – das ist die einstige Kunstfigur Cindy aus Marzahn – mit ihrem Buch „Abgeschminkt: Das Leben ist schön – Von einfach war nie die Rede“ in den Gemeindesaal holen. Im Herbst wird Lukas Rietzschel mit seinem Debütroman „Mit der Faust in die Welt schlagen“unser Gast sein.

Welche Veranstaltung würde sie gern nach Hoppegarten holen?

Eigentlich sind bisher in Bezug auf Filme oder Autoren unsere Wünsche stets in Erfüllung gegangen. Und einige von Ihnen wie die Regisseurin Tamara Trampe oder die beiden Schriftsteller Angelika Klüssendorf und Volker Weidermann würden sogar gern erneut nach Hoppegarten kommen.

Vielleicht sollte man die Frage deshalb an unsere Besucher weiter geben, um so von Ihnen zu erfahren, welchen Gästen sie denn gern begegnen wollen.

Was wünsche Sie sich für ihre weitere Arbeit?

Wichtig ist, dass uns neben der Gemeinde auch die Sparkasse Märkisch-Oderland weiterhin als verlässlichen Partner unterstützt. Und es wäre schön, wenn unser Team endlich personell verstärkt würde. Immerhin sind wir beide zusammen bereits mehr als 140 Jahre alt. So gesehen scheint für die Zukunft eine geregelte Übergabe nicht abwegig.

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