Ohne Schulerweiterung wird der Raum knapp

Vor zumeist erstaunten Zuschauern zauberten Schüler der neunten Klassen der Hoppegartener Lenné-Grundschule mit Oberschulteil mit einer Zinkpulverlösung und viel Wärme Kupfermünzen zu Gold. Gleich nebenan staunte der fünfjährige Henry, als er sich ein Haar durch das Mikroskop näher betrachtete. Ab dem neuen Schuljahr wird er auch in der Lenné-Schule die Schulbank drücken. Zweifel darüber gab es bei Vater Heiko Marschke nie. „Unsere Tochter geht gerade in die 10. Klasse und ihr hat es hier sehr gut gefallen“, erklärte er und die 15-jährige Alina nickte zustimmend.

Fast alles ist ebenso wie an jeder anderen Schule auch, aber unter den derzeit 660 Schülern sind auch etwa 30 Flüchtlingskinder. Mit dem normalen Schulalltag sind sie anfänglich aufgrund der sprachlichen Barriere oftmals überfordert, so dass zwei Lehrer ihnen im DaZ-Unterricht (Deutsch als zweite Fremdsprache) zusätzlich auf die Sprünge helfen. „Bisher haben wir sehr gute Erfahrungen damit gemacht und alle konnten sich gut integrieren“, berichtete DaZ-Lehrer Kamer Alagöz

Bis zum Mittag meldeten sich im Grundschulteil nur etwas mehr als 50 Eltern mit ihren Sprösslingen zum Schulbeginn im September an. „Etwa 80 Schüler stehen auf der Anmeldeliste. Einige Termine sind noch gemacht und die restlichen Eltern werden wir in den nächsten Tagen anschreiben“, erklärte Schulsekretärin Martina Bieber. „Erst wenn alle Anmeldungen durch sind besteht Gewissheit, wie viele Flex- oder Regelklassen dann ab September in der Schule Platz finden müssen“, sagte Schulleiterin Dagmar Schmidt. Doch eines wissen alle ganz genau, ohne schnelle Schulerweiterung wird der Raum sehr bald knapp.