Mit Kind, Kegel und Geschichten am Lagerfeuer

Knackiger Frost bei Minus neun Grad, sternenklarer Himmel, zentimeterhoher Schnee und ein dazu ein wärmendes, hell loderndes Lagerfeuer fanden die Besucher des traditionellen Weihnachtsbaumverbrennens Freitagabend am Gerätehaus der Feuerwehr Dahlwitz-Hoppegarten vor. „Ein super Wetter für so ein Fest, so macht das Feuer richtig Spaß“, sagte freudig Hauptorganisator Thomas Schal.

Im Gegensatz zu den Vorjahren bekam die Feuerwehr diesmal keine übriggebliebenen Weihnachtsbäume geliefert, sondern musste selbst für Brennmaterial sorgen. „Wir sind die ganze Woche herumgefahren und haben stückchenweise Bäume eingesammelt“, erklärte Thomas Schal. Am Ende lag ein riesiger Holzhaufen bereit.

Viele junge Familien mit Kindern waren gekommen, natürlich durfte dabei der Schlitten nicht fehlen – irgendwie bot sich so eine Atmosphäre, die man eher in nördlicheren Gefilden vermutet. 

230 Bratwürste und genauso viele Steaks legten die Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr auf den Grill. Kleine Schlangen bildeten sich davor. Die Kids hatten eine kleine Feuerschale, um dort ihr Stockbrot fertig backen zu lassen. Gleich daneben wartete ein Stand mit Zuckerwatte auf die großen und kleinen Leckermäuler.

„Auf ein gutes Neues“, stießen die Besucher am Feuer an, gute Wünsche machten die Runde und einige gaben so manch eine Geschichte aus dem Vorjahr zum Besten. Wie Ortswehrführer Ronny Grützke, der am Silvesterabend noch mit einigen Kameraden nach einem Notruf ausrücken musste. „Wegen der Böllerei war einem Besitzer dort ein Pferd durchgegangen. In der Panik ist es mit dem Hinterteil in eine alte Wassergrube gestürzt und kam nicht mehr alleine heraus. Mit der Drehleiter konnten wir das Tier wieder befreien“, berichtete der Feuerwehrmann vom kuriosen Einsatz. Das Pferd wurde wohlauf vom Besitzer wieder in den Stall gebracht, die Feuerwehrleute saßen pünktlich zum Anstoßen um Mitternacht wieder bei den Familien – ein Einsatz und ein Jahr mit gutem Ausgang.